Chronologie der Rettung


Zur Geschichte des Büdnerhauses
Autor: Bärbele Buchmann 01.02.2003

Im 18. Jahrhundert musste sich unsere evangelische Kirche zu ihrer Erhaltung mit Landwirtschaft befassen. Die Bauern der Gemeinde unterstützten den Pfarrer mit dem Bestellen der Felder. Um 1715 besaß die Kirche neben anderen Baulichkeiten auch eine Scheune, die aber schon bald dem Verfall preisgegeben war.

Im Jahre 1751 kaufte der damalige Pfarrer Approt diese Scheune nebst Grundstück. Er legte einen Mustergarten an, und war noch 18 Jahre im Pfarramt Petershagen tätig. Der Nachfolger Meyer erwarb Grundstück und das Büdnerhaus, welches noch im Pfarrgehöft gegenüber stand.

Die damaligen Büdner im Dorf waren arme Bauern ohne Land, die total abhängig, nur mit ihrer Arbeitsleistung und dem nötigen Wissen bei den Ganzbauern, oder der Kirche Tagelöhnerarbeiten verrichten mussten. Genau in dieser Größenordnung hatte ein damaliger Büdner sein Nebengelass erbaut, in dem er sein weniges Vieh und gleichzeitig auch seine bescheidenen Futtermittel für den Winter unterbringen musste.

Johann Schulze erbte testamentarisch das Eigentum und ließ das Büdnerhaus im Jahre 1808 von dem gegenüberliegenden Pfarrgrundstück versetzen. Es bestand aus Fachwerk, und konnte nach herausgeschlagenem Lehm so leicht als Gerippe genau an die Stelle der alten verfallenen Kirchenscheune verbracht werden. Dort wieder verfüllt und mit Stroh gedeckt diente es dem J. Schulze als Wohnsitz. Nach seinem Tode übernahm es die Witwe, dann deren Tochter, verehelichte Graert.

Die Witwe Krüger als nächste Erbin überschrieb es der Tochter, die dann mit dem Paul Roggisch als neue Besitzer darin wohnten. Dies war die Zeit um 1900. Nach dem Tode von Paul Roggisch erbte dessen Tochter, die dann als verheiratete Frau Schäfer, die Besitzerin war. Danach zogen Familie Erdmann ein, und zuletzt wohnte Frau Graf bis 1986 in diesem Häuschen.

Man sieht, das ein so kleines Anwesen viele Generationen beherbergte. Es ist heute eine historische Aufgabe für uns alle im Ort dieses letzte Kulturgut aus einer Zeit von vor 250 Jahren zu erhalten. Da wir leider in unserer Gemeinde nicht mit bedeutenden historischen Sehenswürdigkeiten ausgestattet sind, müssen wir diese wenigen noch vorhandenen Stätten restaurieren und pflegen.

Das Nebengelass ist ein so genannter eingeschossiger Mischputzbau mit Satteldach. Das heißt, es wurde aus den verschiedensten Materialien erbaut, die teilweise schon einmal in einem Gebäude verarbeitet waren. Auf diesem Areal stand, wie oben beschrieben die alte Kirchenscheune. Zeitlich ist es durchaus denkbar, das Hölzer und Feldsteine aus dieser abgerissenen Scheune verwendet wurden.

Eine dendrochronologische Untersuchung hat ergeben, das bestimmte Balken um 1707 gefällt wurden, und schon einmal als Balken im Fachwerk verbaut waren. Es ist also ganz sicher, dass Material verarbeitet wurde, welches schon über 300 Jahre alt ist.


1757 erbaut, 2007 wieder fertig gestellt:Nun ist das Kleinod am Dorfanger von Petershagen durch den Fleiß des Heimat-kundevereins nach 5jähriger Arbeit wieder für alle Bürger offen.


... außen wieder im "alten Glanz" ...


... mit Zaun und Vorgarten ...


... und innen liebevoll und reich an Details ...


... mit einer besonderen Attraktivität: Ein Stuben- Leuchtkamin ...


... und Technik aus Urgroßomas Zeiten ...



Aber bis dahin war es ein langer Weg
Autor: Andreas Lüders (01.03.2003)

Die beantragten Fördermittel für die Baumaßnahmen am Büdnerhaus konnten in den vergangenen Jahren nicht bewilligt werden. Die Restaurierung für das älteste Haus in Petershagen wurde immer dringender. Der Zustand war so kritisch, das der Verein für Heimatkunde sich entschloss, alle nur erdenklichen Maßnahmen zur Rettung des Objektes einzuleiten.
Unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Gesichtspunkte wurde 2002 das Nebengelass mit Spendenmitteln restauriert und für die Allgemeinheit nutzbar gemacht. Da das Nebengebäude nicht unter Denkmalschutz steht, konnte der Verein das Nebengelass in einer einzigartigen Aktion (vorrangig Rentner !!!) aus eigener Kraft und mit Hilfe einiger Sponsoren sanieren.
Das Wohnhaus ist nun aber immer noch in einem besorgniserregenden Zustand. Wir hatten Gutachter vor Ort, die eine Dachsanierung als erste Baumaßnahme im Frühjahr für unbedingt erforderlich hielten.Wenn das nicht wenigstens das Dach in diesem Jahr geschlossen wird, wird eindringender Regen die Lehmdecken lösen und das älteste Haus Petershagens wäre unwiederbringlich zerstören. Aber allein die denkmalpflegerisch korrekte Dachsanierung würde ein Budget von etwa 10.000 € notwendig machen, eine Last, die der Heimatverein nicht schultern kann.

Der Fördermittelantrag für das Büdnerhaus wurde für 2003 erneuert, obwohl man sich kaum Hoffnung machen konnte. Offensichtlich hat aber eine Besichtigung der erstaunlichen Eigeninitiative und des erbärmlichen Zustandes des Wohnhauses zu einem Umdenken geführt. Es sind nunmehr Fördermittel (ca. 40.000 €) in Aussicht gestellt worden für die Gesamtsanierung
(ca. 75.000 €). Das heißt natürlich, das aus Gemeindemitteln 35.000 € aufzubringen sind.

Es ist klar, das die knappe Finanzlage der Kommune wenig Spielraum lässt. Wenn aber das älteste Haus nicht in diesem Jahr gerettet wird, ist es für immer verloren. Wenn andere Vorhaben zeitlich nach hinten verschoben werden, werden diese Vorhaben nicht abgeschrieben.
Andererseits wird der Verein bei einer anlaufenden Sanierung alle Möglichkeiten zur Eigenleistung und Kostensenkung anbieten.



"Doppeldorf" EXTRA 2004
Autor: Ilona Körner

Das kleine Haus am Dorfanger von Petershagen hat schon eine lange Geschichte hinter sich. 1757 wurde es als Fachwerkbau mit Strohdach auf dem gegenüberliegenden Pfarrgrundstück errichtet und diente dem vom Pfarrer angestellten Ackermeier als Wohnhaus. Durch die Umsetzung an den heutigen Standort, entging es 1810 einem verheerenden Brand, der das Pfarrgehöft restlos zerstörte. Um eine Kammer und ein Stallgebäude erweitert, diente es vielen Generationen sogar noch bis 1987 als Wohnhaus. Doch die Zeiten änderten sich, das Haus wurde zu klein, der gewünschte Komfort fehlte und so konnte es mit dem Fortschritt nicht Schritt halten. Es stand jahrelang einsam, ja fast vergessen und der Zustand der Bausubstanz verschlechterte sich zusehends.
Im Jahr 2001 kaufte die Gemeinde das nachweislich älteste Wohnhaus des Doppeldorfes mit dem Gedanken dort eine Heimatstube einzurichten. Es war klar, dass schnellstens Sanierungsarbeiten durchgeführt werden mussten um das Gebäude vor dem Verfall zu schützen. In guter Hoffnung hier bald mit Baumaßnahmen beginnen zu können, wurden für das Jahr 2002 Fördermittel beantragt. Aber die Zuwendungen blieben aus und die Finanzmittel der Gemeinde waren zu knapp um gerade an dieser Stelle mit Bauarbeiten zu beginnen. So schlummerte das kleine Haus weiter vor sich hin.
Für erste Bewegungen vor Ort sorgte dann aber der Heimatverein zu Petershagen/Eggersdorf. Objektbezogen engagierte er sich zunächst für das Stallgebäude neben dem Büdnerhaus. Immer montags trafen sich die Bauaktiven, sanierten erst das Dachgebälk mit seiner Biberschwanzdeckung und die Tenne, anschließend Wände, Türen und Fenster sowie den angebauten Keller und das historische „Örtchen”. Aus dem dünnen Geldsäckel der Gemeinde konnte das Baumaterial gekauft werden, dass dann in vielen Stunden der Eigenleistungen vorbildlich verbaut wurde. Unsere Anerkennung und unser Dank für dieses Engagement gilt besonders Herrn Buchmann, der bei den Baumaßnahmen stets die Fäden in der Hand hielt und den fleißigen Vereinsmitgliedern Rudi Gansewendt, Ramon Jaeke, Klaus Dieter Scholz, Roland Burkhard, Norbert Stierwald sowie den freiwilligen Helfern Klaus Winkler, Dieter Röglin und Siegfried Lehmann, ohne die keinerlei Arbeiten realisiert worden wären.
Hervorzuheben ist auch die gute Zusammenarbeit mit den Denkmalschutzbehörden, dem Architekten Thorsten Schubert, dem Bauzentrum Sommer GmbH und der Dachdeckerfirma Olschewski & Fröhlich GmbH & Co. KG. Fachleute und Firmen standen hier unentgeltlich mit Rat und Tat zur Seite, eine Seltenheit in der heutigen Zeit. Deshalb nochmals vielen Dank!
Die erste öffentliche Repräsentation des Büdnerhauses mit Stall und Garten erfolgte am 14. September 2003 zum Tag des offenen Denkmals. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher von nah und fern kamen und staunten über das kleine Haus am Dorfanger. Gut organisiert mit Anbindung an die gleichzeitig stattfindende Gewerbe- und Kulturmesse der Gemeinde, nahmen viele Interessierte an den fachkundig geführten Rundgängen im Dorfkern teil, pausierten und stärkten sich im Bauerngarten.
Bei aller Freude über den schönen Stall hatte sich aber bis Mitte des Jahres nichts an der Situation unseres kleinen Büdnerhauses verändert. Der für 2003 gestellte Fördermittelantrag wurde negativ beschieden, obwohl wir extra noch einmal auf die Dringlichkeit der Dachsanierung hingewiesen hatten. Wirklich schwerwiegende Schäden an der Dachkonstruktion ließen befürchten, dass das Dach die nächste Winterperiode nicht unbeschadet überstehen würde. Zur Sicherung und Erhaltung des Denkmals musste nun schnellstens gehandelt werden. Gemeinsam mit dem Heimatverein hat die Gemeinde unter großen Anstrengungen das Geld für eine fachgerechte Erneuerung des Daches bereitgestellt. Die Baumaßnahme wurde ausgeschrieben und nach dem Besichtigungstag sofort mit den Arbeiten begonnen. Es war möglich eine Seite des Hauses mit den aufgearbeiteten alten Bibern einzudecken, für die Hinterseite musste Altmaterial besorgt werden. Alles lief planmäßig und ohne böse Überraschungen, so dass die Arbeiten Ende Oktober abgeschlossen werden konnten. Dankenswerte Unterstützung gab es auch hier wieder durch das Büro Schubert und den Heimatverein.
Für den Winter ist nun das Büdnerhaus zunächst gesichert, aber die Sanierungsarbeiten müssen weitergehen. Ein neuer Fördermittelantrag wurde deshalb von der Gemeinde gestellt. Nun heißt es wieder warten und hoffen auf eine Zuwendung in 2004.


... das erste Meisterstück überzeugte: Die Scheune


... das hat auch die Denkmalschutzbehörde überzeugt ...


... aber hier war es höchste Zeit, der vollständige Verlust drohte durch das einsturzgefährdete Dach ...


... und es wurde gerettet ...


... im Mittelpunkt des Geschehens: die "Büdnertruppe" - Retter kann man sie nennen ...


... viele hundert Stunden verbrachten sie mit der Sanierung und hatten auch Spaß daran ...
Ehrung unserer Büdnertruppe beim Neujahrsempfang 06.01.2005:
Bernd Buchmann, Rudi Gansewendt, Klaus Dieter Scholz, Roland Burkhardt, Norbert Stierwald, Klaus Winkler, Diethelm Röglin, Siegfried Lehmann, Gerhard Anschütz, Ramon Jaeke


... und so war das Gebäude vorerst gerettet ...


... ein stilechter Zaun musste natürlich auch errichtet werden ...


... Knochenarbeit !!!


... da braucht man schon mal eine künstlerische Pause ...


... der Chef der Büdnertruppe legt selbst Hand an: Bernd Buchmann

Das Jahr 2004 am Büdnerhaus
Autor: Bernd Buchmann 20.12.2004

Ab April versammelte sich die Büdnertruppe ( S. Lehmann, D. Röglin, K.Winkler, G. Anschütz, D. Scholz, R. Burghardt, R. Jaeke, R. Gansewendt, N. Stierwald und B. Buchmann,) wieder jeden Montagvormittag, um am Büdnerhaus und seinem Garten die Arbeiten voranzubringen.
Im Mittelpunkt stand dieses Jahr für uns die Erneuerung des Gartenzaunes. Dieser wurde ausschließlich vom Verein finanziert, und damit der Gemeinde etwa 4500.- Euro erspart. Wir denken, dass sich durch die Erstellung dieses Zaunes auch der allgemeine Anblick des Dorfangers verbessert hat.
Im weiteren Verlauf des Jahres unterstützten wir die Firma Dinter beim Erneuern der Tür und aller Fenster. Bei den Tischlerarbeiten konnten wir alle Holzteile von alten Anstrichen befreien und nach der Reparatur durch die Firma Dinter den Neuanstrich übernehmen.
Mit den Arbeiten am Außenputz wurde die Firma Compakt- Bau beauftragt. Da konnten wir beim Entfernen des alten Putzes helfen und den Sockel erneuern, so dass die Firma dann den Neuputz und die nötigen Ausbesserungsarbeiten fachgerecht ausführen konnte. Die finanzielle Einsparung durch unsere Truppe war erheblich.
Die Fensterläden wurden wieder komplett durch unsere Truppe erneuert.
Das historische Türschloss (sicher ein Meisterwerk des Schlossers und ehemaligen Hauseigentümer Roggisch) musste in mühevoller und sachkundiger Arbeit von unserem Spezialisten R. Burghardt völlig restauriert werden.
Die laufend anfallenden Arbeiten im Garten werden auch weiterhin nebenbei erledigt.
Wir denken, dass es für uns und für die Gemeinde an dieser Baustelle ein erfolgreiches Jahr war, und bedanken uns bei allen Spendern und Mitwirkenden für die gute Zusammenarbeit.


... aber noch war unendlich viel zu tun ...



 Unser Büdnerhaus mausert sich
Autor: Ilona Körner"Doppeldorf" EXTRA 2005

Rückblickend auf das Jahr 2004 ist es an der Zeit noch einmal die dort geleistete Arbeit zu würdigen. Voller Freude kann festgestellt werden, dass die Rekon­struktion des Büdnerhauses in kleinen Schritten weiter vorangegangen ist. Dank der vielen fleißigen Hände des Heimatvereins zu Petershagen/ Eggersdorf und 5.000 € aus der Gemeindekasse konnte das äußere Angesicht von Häuschen und Hof nun endlich verschönert werden. Am 19. April begannen die diesjährigen Arbeitsmaßnah­men. Zunächst haben die Bauaktiven des Heimatvereins unter Leitung von Bernd Buchmann die komplette Zau­nanlage mit Gartenpforte und -tor in mühsamer Arbeit, Latte für Latte erneuert und lasiert. Besonderer Dank gilt hier Roland Burkhardt, der seine Werkstatt mit allen Ma­schinen zur Verfügung stellte. Nach Abschluss der beiden Ausschreibungen für Tisch­ler- und Putzarbeiten im Sommer konnten viele Kosten sparende Vorbereitungsarbeiten durch den Heimatverein ausgeführt werden.

In absoluter Fleißarbeit wurden Fenster und Hauseingangstür von den vielen Farbschichten der letzten Jahr­zehnte befreit. Es war nicht leicht, und dabei interessant die Frage: Welche denn nun die älteste Farbschicht war? Zu nennen sind beim "Abbrennen" besonders Klaus Wink­ler und Norbert Stierwald. Schadhafte Stellen erneuerte mit Altmaterial die beauftragte ortsansässige Firma Dinter. Die Fensterladen hatten die Fenster stets gut vor Regen geschützt, waren dabei aber selbst morsch geworden, sodass sie nach altem Vorbild durch Gerhard Anschütz erneuert werden mussten. Wenn Sie beim nächsten Spa­ziergang die Fenster, -laden und die Haustür in reinweiß bzw. laubgrün "leuchten" sehen, dann ist das Verdienst von Rudi Gansewendt.

Auch bei den Putzvorarbeiten halfen Diethelm Röglin, Siegfried Lehmann und Klaus-Dieter Scholz vom Heimat­verein mit. Es mussten lose Putzteile entfernt werden, teil­weise brachen trotz vorsichtigem Abklopfen aber immer wieder Stücke des alten Mauerwerkes heraus. Die Putzarbeiten anschließend, eine Aufgabe nur für geübte Putzer wie die der Firma Höhne & Fleißner.

Trotz des knappen Budgets, aber mit Hilfe einer Spende der Firma Höhne & Fleißner und einem Zuschuss des Hei­matvereins aus gesammelten Geldern war es letztendlich doch noch möglich, das gesamte Gebäude zu putzen. Den Farbanstrich, der bereits mit der Unteren Denkmal­schutzbehörde festgelegt wurde, wird es aber erst im nächsten Jahr geben. Es kann noch gerätselt werden: Wie wohl das älteste Haus der Gemeinde dann erstrahlen wird?

Die Bautruppe des Heimatvereins ist inzwischen auf 10 Aktive angewachsen und führte neben den genannten Arbeiten das ganze Jahr über auch die Gartenpflege und kleinere Instandsetzungsarbeiten aus. Mit Unterstützung vom Bauzentrum Sommer und der Firma Kannekowitz entstand im Garten eine Informationstafel. An dieser Stei­le nochmals Dank, auch an die Ungenannten!
Für das neue Jahr sind natürlich wieder Baumaßnahmen geplant, es soll jetzt im Innen bereich weitergehen. In Ab­hängigkeit vom Beschluss über den Haushaltsplan 2005 wären die Beseitigung des Hausschwamms und die Er­neuerung der Elektroanlage dringend notwendig. Natürlich kommt es auch wieder auf die Doppeldörfler an. Wie bisher werden nämlich alle Verkaufserlöse des Hei­matvereins weiteren Baumaßnahmen zugute kommen. Helfen Sie also mit, dass sich das Büdnerhaus auch wei­terhin mausert!


... was man auch anfasst ...


... wird geprüft ...


... und wieder Knochenarbeit ...


... und immer hilfreich zur Seite: Architekt Schubert ...


... was kann man hier retten ? ...


... und immer ein Lächeln ...



Heinzelmänner im Büdnerhaus
(Quelle: Märkische Oderzeitung 13.05.2005)

Die Vorarbeiten für die Fachfirmen im ältesten Haus von Petershagen, dem Büdnerhaus, hat der Heimatverein übernommen. Jeden Montag werkeln dort Mitglieder.

An der Dachluke schrubbt Rudi Gansewendt, am Mauerwerk in der Stube machen sich Klaus Winkler und Gerhard Anschütz zu schaffen, ein Zimmer weiter schleifen Bernd Buchmann und Rolf Kläne an der alten Stubentür. Jeden Montag trifft sich der elfköpfige Bautrupp des Heimatkundevereins am Büdnerhaus, um dieses älteste Bauwerk von Petershagen der Nachwelt zu erhalten. Der äußere Anblick von Haus und Hof wurde schon verschönert. Nun werden in mühevoller Kleinarbeit - begleitet von den fachmännischen Augen eines Architekten - die Innenräume aufgemöbelt.

Die Männer vom Heimatkundeverein leisten wichtige Vorarbeiten für die Fachfirmen, wenn sie wie die Mauerspechte alten Putz abklopfen, Türen von vielen Farbschichten der letzten 100 Jahre befreien, morsche Holzbalken bearbeiten. Innenputz und Zimmererarbeiten stehen in diesem Jahr im Plan. Die Elektroanlage wird erneuert, ein Wasseranschluss hergestellt. Die alte Kochstelle wollen die Mannen vom Verein in Eigenregie rekonstruieren. Ist außen der Sockel instand gesetzt und das Mauerwerk verfugt, soll schließlich das alte Haus in neuer Farbe, einem Gelbton, erstrahlen.

Auch das will der Heimatkundeverein selbst in die Hand nehmen. Ohne die unermüdlichen Helfer sähe das Büdnerhaus wohl noch lange nicht so aus. Ein Besuch lohnt sich. "Wer einmal hier war, kommt wieder. Wir haben inzwischen schon Stammkunden", weiß Bernd Buchmann vom letzten Pflanzenmarkt am 7. Mai zu berichten. Dort hat der Heimatkundeverein zugunsten des Büdnerhauses wieder Kuchen und Kaffee angeboten. Nächste Gelegenheit, das Haus von innen in Augenschein zu nehmen, bietet sich zur Gewerbe- und Kulturmesse vom 26. bis 28. August in Petershagen


Feierliche Übergabe des sanierten Büdnerhauses 
am 9. September 2007